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PRAXISFR%u00c4SEN BOHREN DREHEN STECHEN INDUSTRIENBeim automatisierten Aufbohren von Zylinderaugen f%u00fcr Hydrauliksysteme hatte MEILLER Kipper mit gro%u00dfen Herausforderungen zu k%u00e4mpfen.Besprechen den Einsatz der QUICK3CHAM-Bohrer und den neuen Prozess (v.l.): Dirk Moosreiner, technische Beratung und Vertrieb, Patrick Muller, Product Manager Drilling, beide ISCAR, Andreas Leps, Leiter der Hydraulikproduktion, Marc-David Jung, Leiter Industrial Engineering, beide MEILLER, Uli K%u00f6hler, Regional Sales Manager bei ISCAR, MEILLER-Anwendungstechniker Andreas L%u00fcdtke und Detlef Ossadnik, Beratung und Verkauf bei ISCAR. konnten sie aber schnell die passende Werkzeugl%u00f6sung pr%u00e4sentieren: Ein Trio aus QUICK3CHAM-Wechselkopf-Bohrern, ausgestattetmit dem neuen F3B-Flachbohrkopf. %u201eDer dreischneidige F3B ist speziell zum Aufbohren vorhandener Bohrungen ausgelegt und w%u00fcrde sogar bei exzentrisch angelegten Bohrungen funktionieren%u201c, erkl%u00e4rt Detlef Ossadnik.%u201eM%u00f6glich macht das die spezielle Geometrie der Hauptschneide mit dem geschliffenen Spandeflektor.%u201c Sie erzeugt sehr kleine Spansegmente und erm%u00f6glicht den Einsatz bei rostbest%u00e4ndigen St%u00e4hlen, Nichteisen-Metallen und exotischen Werkst%u00fcckstoffen der Gruppen ISO M, N und S. Die Nebenschneide mit Wiper sorgt f%u00fcr optimale Rundheit, Geradheit, Konzentrizit%u00e4t und eine sehr gute Oberfl%u00e4chenqualit%u00e4t.Eine Schutzfase an der Schneidenecke minimiert die Ausbruchgefahr. Die F3B-Flachbohrk%u00f6pfe sind in Durchmessern zwischen zw%u00f6lf und 25,5 Millimetern im PVD-TiAIN-beschichteten Schneidstoff IC908 verf%u00fcgbar. Dieser ist hoch verschlei%u00dffest und erlaubt lange Standzeiten. Die Bohrk%u00f6rper bestehen aus hochwertigem Stahl und besitzen polierte Spannuten mit unterschiedlichen Spiralwinkeln f%u00fcr einen weichen Schnitt. Sie besitzen ein stabiles Bohrkopf-Klemmsystem und sind f%u00fcr eine sehr gute W%u00e4rmeabfuhr und Spanevakuierung mit einer inneren K%u00fchlmittelzufuhr an jede Schneide ausgestattet.Prozess auf den Kopf gestelltZur Verbesserung der Fluchtung beim Prozess sollten nacheinander die QUICK3CHAM-Bohrer in Durchmessern von 25, 22 und 20 Millimetern eingesetzt werden, um eine mit einem 18er-SUMOCHAM-Bohrer eingebrachte Vorbohrung aufzubohren. %u201eDas klang nach einem interessanten Ansatz%u201c, sagt Andreas L%u00fcdtke, Anwendungstechniker bei MEILLER. %u201eDeshalb stimmten wir einem Test bei uns im Haus zu.%u201cF%u00fcr die Aufgabe bei MEILLER kommen drei QUICK3CHAMWechselkopfboher mit F3B-Flachbohrk%u00f6pfen in den Durchmessern 20, 22 und 25 Millimeter zum Einsatz.Andreas Leps, Leiter der Hydraulikproduktion bei MEILLERDie ISCAR-L%u00f6sung l%u00e4uft einwandfrei und hat unsere Erwartungen voll erf%u00fcllt. Die Fluchtung der Bohrungen zueinander passt perfekt, wir haben keine Probleme mehr mit der Oberfl%u00e4cheng%u00fcte und Werkzeugsch%u00e4den.Die Testl%u00e4ufe in M%u00fcnchen waren erfolgreich, f%u00fchrten aber zu unerwarteten Ergebnissen.%u201eDie Fluchtung der Bohrungen zueinander passten einwandfrei, aber wir hatten sehr lange und dicke Sp%u00e4ne, was schlecht f%u00fcr die Spankontrolle, die Oberfl%u00e4cheng%u00fcte und die nachfolgenden Reibeprozesse w%u00e4re%u201c, sagt Dirk Moosreiner. %u201eDeshalb haben wir entgegen aller Logik die Aufbohr-Reihenfolge umgedreht %u2013 und siehe da: kurze Sp%u00e4ne in der gew%u00fcnschten Dicke.%u201c Wie gehabt, setzt der 18er-SUMOCHAM die 120 Millimeter tiefe Durchgangsbohrung, anschlie%u00dfend tritt das QUICK3CHAM-Trio in Aktion. Erst f%u00e4hrt der 20er in die Bohrung und weitet sie auf einer Strecke von 86 Millimetern. Ihm folgt der 22er, der 60,5 Millimeter tief bohrt, und schlie%u00dflich der 25er f%u00fcr die 35 Millimeter. %u201eDurch den umgedrehten Prozess reduzieren wir das Aufma%u00df und verringern den Schnittdruck%u201c, sagt Patrick Muller. %u201eDas erh%u00f6ht die Oberfl%u00e4chenqualit%u00e4t der Bohrung und wir erreichen Rautiefen von unter 1,8 Mikrometern.%u201c Das sch%u00fctzt die Abstreiferlippen der sp%u00e4ter verbauten O-Ringe und verhindert, dass Undichtigkeiten entstehen.Andreas L%u00fcdtke, Anwendungstechniker (li.), und AndreasLeps, Leiter der Hydraulikproduktion, beide MEILLER, nehmen letzte Einstellungen vor.Die Erwartungen voll erf%u00fclltSeit der bestandenen Generalprobe vor einem guten halben Jahr hat das MEILLER-Team bis jetzt 120 Teile prozesssicher bearbeitet. %u201eDie ISCAR-L%u00f6sung l%u00e4uft einwandfrei und hat unsere Erwartungen voll erf%u00fcllt%u201c, sagt Andreas Leps. %u201eDie Fluchtung der Bohrungen zueinander passt perfekt, wir haben keine Probleme mehr mit der Oberfl%u00e4cheng%u00fcte und Werkzeugsch%u00e4den.%u201c Auch die Zusammenarbeit mit dem ISCAR-Team sei einmal mehr hervorragend gewesen %u2013 offen und auf Augenh%u00f6he. %u201eDas passt einfach auf allen Ebenen und wir wissen, dass wir uns voll auf ISCAR verlassen k%u00f6nnen%u201c, bringt es Marc-David Jung auf den Punkt. %u201eDas ist neben den Werkzeugen der Grund daf%u00fcr, dass wir schon seit mehr als 40 Jahren miteinander arbeiten.%u201c27

